Nitratwerte im Wasserschutzgebiet Wittges fallen beständig - Gemeinde Hofbieber - Willkommen in der Rhön

Nitratwerte im Wasserschutzgebiet Wittges fallen beständig

Der Zustand der Nitratwerte des Rohwassers im Tiefbrunnen III Wittges verbessert sich zusehends. Durch die Wasserschutzkooperation zwischen ortsansässigen landwirtschaftlichen Betrieben und der Gemeinde Hofbieber wurde seit dem Jahr 2010 der Trinkwassergrenzwert von 50 mg Nitrat/l nicht mehr überschritten. (siehe Grafik).

Seit 2002 besteht zwischen der Gemeinde Hofbieber und den Landwirten in Wittges eine freiwillige Kooperation. Die Betriebe haben sich zur Einhaltung bestimmter Auflagen verpflichtet, um das Grundwasser zu schützen. Beispielsweise sind die Höhe der Düngung und die Zeitpunkte, zu denen Dünger ausgebracht werden darf, enger geregelt. Auch sollen die Flächen im Wasserschutzgebiet den Winter hindurch dauerhaft begrünt und besonders schonend bewirtschaftet werden.

Da die Maßnahmen mit einem erhöhten Aufwand verbunden sind, werden die Betriebe von den Gemeindewerken Hofbieber finanziell unterstützt. Auch erhalten sie bei der grundwasserschonenden Bewirtschaftung eine gezielte fachliche Begleitung. So werden beispielsweise Versuchsflächen angelegt, um neuartige Techniken beziehungsweise Kulturarten zu erproben, bei einem jährlich stattfindenden „Runden Tisch“ relevante Themen besprochen und Feldbegehungen zu aktuellen landwirtschaftlichen Fragen durchgeführt.

Ein wesentlicher Teil des Erfolgs der Kooperation besteht in einer passgenauen Düngeempfehlung, die die Landwirte für ihre Flächen erhalten. Auf Grundlage von Stickstoffuntersuchungen im Boden und Messungen in den Pflanzen wird die Düngeplanung jedes Jahr neu erstellt und an den tatsächlichen Bedarf der Kulturen sowie die individuelle Situation vor Ort angepasst. In Kombination mit weiteren Bewirtschaftungsmaßnahmen kann so die Auswaschung von Nitrat über den Winter reduziert werden.

Der Tiefbrunnen III Wittges ist einer von drei Tiefbrunnen, die ihr Rohwasser gemeinsam zum Hochbehälter Hofbieber fördern. Das Rohwasser wird dort entsprechend aufbereitet und im Anschluss an die Haushalte als Trinkwasser verteilt. Die Gemeinde Hofbieber, die landwirtschaftlichen Betriebe und das beratende Ingenieurbüro freuen sich über den positiven Trend der Trinkwasserqualität, der somit nachhaltig zu einer hohen Lebensqualität im Versorgungsgebiet der Gemeindewerke Hofbieber beiträgt.

Blick in den Boden
Die Grafik zeigt die Nitratkonzentration (mg/l) im Förderwasser des Tiefbrun-nen III Wittges.