Drehleiter des Landkreises Fulda in Hofbieber in Dienst gestellt

Drehleiter des Landkreises Fulda in Hofbieber in Dienst gestellt

Erstmals in der Geschichte hat der Landkreis Fulda eine Drehleiter angeschafft und in Dienst gestellt. Die Drehleiter ist bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hofbieber-Mitte beheimatet und von dort aus in der gesamten Rhön im Einsatz. Die Kosten für das Fahrzeug: 477.000 Euro.

Neben zwei Drehleitern in Fulda und einer in Hünfeld ist die neue Drehleiter in Hofbieber die vierte im Kreisgebiet. Sie soll den Bereich der Rhön abdecken und dort für rund 30.000 Bürgerinnen und Bürger für mehr Sicherheit sorgen.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit der neuen Drehleiter von Hofbieber auch die Region sicherer machen können und dass sich 15 Freiwillige zu Drehleitermaschinisten haben ausbilden lassen. Dafür möchte ich den Kameradinnen und Kameraden vielmals danken“, erklärt Hofbiebers Bürgermeister Markus Röder.

Die vollautomatische Drehleiter wird für den Löschangriff, die Rettung aus Höhen und Tiefen, zur Belüftung von Objekten, für die Tragehilfe im Rettungsdienst, zum Ausleuchten von Einsatzstellen sowie zum Heben von Lasten eingesetzt. Die Besatzung: pro Einsatz drei Personen aus der freiwilligen Feuerwehr Hofbieber.

„Heute ist wirklich ein besonderer Tag“, betont Landrat Bernd Woide bei der Indienststellung. Die Anschaffung von Fahrzeugen ist – ebenso wie die Bereitstellung einer Feuerwehr selbst – eine gemeindliche Aufgabe. Bei der Drehleiter sei dies aber etwas anderes: „Fulda und Hünfeld haben aufgrund ihrer städtischen Strukturen selbst Drehleitern angeschafft. Eine Gemeinde muss eine solche Drehleiter aber eben grundsätzlich nicht vorhalten“, so Woide. Aufgrund der gesetzlichen Regelungen müssen Drehleitern in der Regel nach 30 Minuten am Einsatzort in der überörtlichen Hilfe eintreffen. Damit nun auch im Bereich der Rhön ein Hubrettungsfahrzeug schnell bei Einsätzen sein kann, hat der Landkreis Fulda die Drehleiter gekauft und in Hofbieber platziert. „Auch ich möchte den Kameradinnen und Kameraden ganz herzlich danken, dass sie sich diesem hochkomplexen Gerät widmen und sich fortgebildet haben, um den Menschen noch besser helfen zu können.“

Künftige Einsatzorte sind vor allem die Kommunen Dipperz, Ehrenberg, Gersfeld, Hilders, Hofbieber, Poppenhausen und Tann – sowie mit der Wasserkuppe der höchste Berg Hessens.

„Ich möchte den Kameradinnen und Kameraden in Hofbieber für diese tolle Teamarbeit danken. Gemeinsam haben wir es hinbekommen, in Hofbieber nun eine Drehleiter platzieren zu können“, fügt Kreisbrandinspektor Adrian Vogler hinzu.

Bei dem Einsatzfahrzeug handelt es sich um eine 13 Jahre alte Drehleiter, die bislang zu Übungs- und Ausbildungszwecken an der Landesfeuerwehrschule in Kassel vom Land Hessen lediglich für Ausbildungszwecke genutzt wurde. Das Fahrzeug ist generalüberholt und auf den allerneusten Stand der Technik gebracht worden. „Die Drehleiter ist in bestem Zustand – die Kosten von 477.000 Euro sind gut angelegt und wichtig für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“, fügt Vogler abschließend hinzu.

Gemeindebrandinspektor Heiko Krämer sprach von einer sehr intensiven Zeit: "Die letzten Monate waren anstrengend, aber auch erfüllend. Unsere Kameraden haben unglaublich viel Zeit investiert, um dieses Fahrzeug sicher beherrschen zu können." Das Vertrauen, das dem Standort Hofbieber entgegengebracht werde, wolle man mit Leistung zurückzahlen.