Allgemeines

Die Abwässer der Haushalte werden in der öffentlichen Kanalisation gesammelt, zur Kläranlage transportiert und dort gereinigt. Zur Deckung der Kosten der öffentlichen Abwasserbeseitigung ist die Erhebung der Abwassergebühr notwendig.

Das in die Kanalisation abgeleitete Abwasser setzt sich zusammen aus Schmutzwasser und von befestigten Flächen abfließendem Niederschlagswasser. Die hierbei anfallenden Entwässerungsgebühren wurden, wie bisher landesweit üblich, als Einheitsgebühr auf der Grundlage des Frischwasserverbrauchs erhoben. In dieser Gebühr sind sowohl die Kosten für Sammlung, Beseitigung und  Behandlung von Schmutz- als auch von Niederschlagswasser enthalten.
Bei dieser Art von Gebührenerhebung bleibt unberücksichtigt, wie viel Niederschlagswasser auf einem Grundstück anfällt und ob und wie viel davon auf dem Grundstück versickert oder direkt in die Kanalisation abgeleitet wird.

Mit Urteil vom 02.09.2009 hat der Hessische Verwaltungsgerichtshof (HessVGH) den sogenannten Frischwassermaßstab, in der Regel als „Einheitsgebühr“, für unzulässig erklärt.Daher hat die Gemeindevertretung am 04.11.2010 einen Ankündigungsbeschluss gefaßt und am 03.11.2011 entschieden, die Erhebung der Abwassergebühren zum 01.01.2013 auf den gesplitteten Maßstab umzustellen.