Zusammenarbeit mit Eltern
Gegenseitige Erwartungen
Wie schon erwähnt, ist uns die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig und kann nur durch Bemühung beider Seiten zustande kommen. Nur wenn Eltern und Kindergarten als Erziehungspartner "an einem Strang ziehen" und sich absprechen, kann Erziehung gelingen. Bestimmte Regeln und Normen sollten zu Hause wie im Kindergarten gelten (z.B. nicht beim Essen aufstehen, beim Essen nicht Spielen, Tischsitten beachten, Respekt den anderen gegenüber...)
Es liegt uns sehr am Herzen, dass Sie sich bei uns öfter nach Ihrem Kind erkundigen und uns so Ihre Gesprächsbereitschaft signalisieren. Im täglichen Betrieb ist die Zeit für ausführliche Gespräche nur nachmittags innerhalb der vereinbarten Sprechzeiten möglich. Aber oft reicht schon der kurze Austausch zwischen "Tür und Angel". Falls Sie unsererseits nichts hören, können Sie getrost davon ausgehen, dass alles gut läuft und sich Ihr Kind angemessen entwickelt.
Bezüglich der Beratungsgespräche seien Sie gewiss, dass sich das Personal an seine dienstliche Schweigepflicht hält. Bitte sagen Sie uns auch, wenn Sie bei Ihrem Kind zuhause seelische Veränderungen feststellen. Vielleicht lässt sich die Ursache gemeinsam beheben. Falls wir wirklich einmal nicht weiterhelfen können, sind wir gerne bereit, Ihnen hilfreiche Stelle zu vermitteln (siehe auch Abschnitt: Zusammenarbeit mit anderen Institutionen). Wir wünschen uns, dass Sie offen für ein Gespräch sind, falls dieses einmal erforderlich ist.
Die Erwartungen Ihrerseits an unsere Arbeit im Kindergarten sind vielfältig, Während der Aufnahmegespräche oder der Kennenlern-Elternabende hat sich herausgestellt, dass sich die Erwartungen der Eltern stark ähneln. Am wichtigsten ist den Eltern, dass ihr Kind nicht nur Kontakt zu Gleichaltrigen bekommt und in sozialen Verhaltensweisen wie Rücksicht, Verzicht, Hilfsbereitschaft gefördert wird, sondern vor allem, "dass es etwas lernt".
Besonders herauskristallisiert hat sich der Wunsch, dass Ihr Kind Ordnung bzw. das Aufräumen und das Zuhören und Befolgen lernt.
Der Bereich des Lernens spricht alle Ziele der kindlichen Erziehung an, angefangen von der Sauberkeits-, Umwelt- oder religiöser Erziehung bis hin zur Förderung von Sozialverhalten und Gemeinschaftsfähigkeit.
Wichtig ist den Eltern auch, dass das Kind etwas über die Bräuche und Sitten in der Region erfährt (Hutzelfeuer, Kirmes, St. Martin und andere religiöse Feste, Gebete, Lieder).
Die Eltern erwarten auch, dass das Kind gerecht und pflegsam behandelt wird.
Dies alles sind Anliegen, die uns ebenfalls am Herzen liegen und deren Umsetzung wir in der täglichen Arbeit praktizieren.
Wir nehmen Ihre Anliegen und Wünsche ernst und haben auch ein offenes Ohr, wenn Sie einmal berechtigte Kritik üben. Die Zusammenarbeit mit Eltern ist uns sehr wichtig und bedeutet neben dem gegenseitigen Respekt und Toleranz auch das Einhalten von bestimmten Regeln, die manchmal auch Sie als Eltern betreffen.
Wir erwarten von Ihnen, dass Sie Ihr Kind nach Möglichkeit regelmäßig in den Kindergarten schicken. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass das Kind dann nicht nur alles an Aktionen und Aktivitäten mitbekommt, sondern auch mit Freude den Kindergarten besucht. Ein Kind, das häufig fehlt, verliert schnell den Anschluss an die Gruppe und hat Schwierigkeiten, Freundschaften aufzubauen oder sich im Kindergarten zurecht zu finden.
Bitte melden Sie deshalb Ihr Kind bis 9.00 Uhr ab. Ein kurzer Telefonanruf genügt schon.
Wir möchten Sie auch darauf hinweisen, dass wir Ihrem Kind keine Medikamente geben dürfen. Die Gabe von Medikamenten ist nur im Notfall und mit einer schriftlichen Einverständniserklärung von Ihnen oder dem behandelnden Arzt möglich.
Wir sind froh, wenn Sie uns Ihre Meinung sagen, egal ob positiv oder negativ, denn nur mit Offenheit und Ehrlichkeit ist eine gute Beziehung und Zusammenarbeit möglich.
Wir freuen uns auch, wenn möglichst viele Eltern bei den Veranstaltungen und Versammlungen mithelfen, wo Hilfe nötig ist, gerade bei Sommerfesten oder Martinsfeiern, die ohne Ihre Mitarbeit sonst nicht gelingen können.
Wir hoffen, dass wir Ihnen gerade durch diese Konzeption unsere Arbeit veranschaulicht haben und Sie der Bedeutung der erzieherischen Arbeit mit Ihrem Kind im Kindergarten bewusst sind.
Tragen wir gemeinsam
die Last der Verantwortung
für eine glückliche Zukunft unserer Kinder
Formen der Elternarbeit
Tür/Angel-Gespräche
Die am häufigsten gebrauchte Art des Informationsaustausches zwischen Eltern und Erzieherin erfolgt zwischen Tür und Angel, während der Zeit des Bringens oder Abholens des Kindes. Positive Erlebnisse oder kleinere Probleme werden ausgetauscht. Solche Gelegenheiten sind kein Ersatz für intensive und vertrauliche Gespräche, da besonders während der Abholzeit am Mittag viel Unruhe durch Kinder und andere Eltern herrscht, aber dennoch auch wichtig.
Intensive Gespräche
In einer ruhigen und vertrauensvollen Atmosphäre finden sie nachmittags nach Terminabsprache statt.
Mitarbeit der Eltern
Bei öffentlichen Veranstaltungen ist Ihre Mithilfe besonders gefordert. Denn solche großen Veranstaltungen wie Sommerfeste, Großelternnachmittage, Ausflüge... sind mit langer und intensiver Vorbereitung seitens der Kinder, des Personals und des Elternbeirats verbunden. Der Erlös dieser Veranstaltungen kommt Ihrem Kind zugute in Form von neu angeschafften Spiel- und Beschäftigungsmaterial oder auch mal ein Puppentheater...

Informations-Elternabende
Sie finden bei genügendem Interesse statt. Sie als Eltern können selbst Wünsche äußern, falls Sie ein Thema sehr interessiert oder wichtig ist. Oft führt ein Referent durch den Abend. Themen können beispielsweise sein: Ernährungsberatung, Zahnprophylaxe, Schulreife/Schulfähigkeit, Sprache und Sprachauffälligkeiten, Erziehungsprobleme, Erste Hilfe Kurse, Spielabende an denen neue Spiele vorgestellt und ausprobiert werden.
Buchausstellungen
Außerdem findet 1-2x jährlich eine große Buchausstellung mit Möglichkeit zum Kauf statt, in der hauptsächlich neue Kinder- und Jugendbücher, Sachbücher, Vorlesebücher, Geschichten oder auch Bastelbücher vorgestellt werden.
Kindergarten-Zeitung
Im 6-8 Wochen-Rhythmus erhält jede Familie eine Ausgabe der Kindergarten-Zeitung. In dieser Zeitung sind alle wichtigen Termine, Informationen zu verschiedenen Themen, der Rahmenplan sowie Lieder, Gedichte manchmal auch Bastelvorschläge und Rezepte enthalten.
Bitte nehmen Sie sich die Zeit, diese arbeitsaufwendigen Elternmitteilungen zu lesen, und merken Sie sich bitte Termine und Fristen, da die Zeit für erinnernde Handzettel oder Telefonate von Ihrem Kind abgeht und sich Enttäuschungen der Kinder durch Vergesslichkeit leicht ergeben.
Bastelabende
Sehr beliebt und gut angenommen sind die Bastelabende, die 1-2x jährlich stattfinden. Als Serviceleistung für Eltern sind solche Abende, an denen Sie unterschiedliche Dekorationen (Fensterbilder, Tischschmuck, Karten...)zu verschiedenen Jahreszeiten anfertigen können, sehr arbeits- und zeitaufwendig, was die Vorbereitung und Organisation betrifft, trotzdem sind sie ein Bestandteil unserer Elternarbeit.
Solche Abende bieten die Möglichkeit, in fröhlicher und ungezwungener Atmosphäre beisammen zusein und sich näher kennenzulernen. Häufig ergeben sich Gespräche untereinander, die nicht selten zur Lösung von kleineren Problemen in der Kindererziehung betragen und so die Gemeinschaft und das Zusammengehörigkeitsgefühl untereinander stärken.
Die Teilnahme am Bastelabend ist freiwillig. Es müssen lediglich die Unkosten für das Material beglichen werden.

Elternbeirat
Zu Beginn eines jeden Kindergartenjahres nach den Sommerferien wählen die Eltern den neuen Elternbeirat, der aus jeweils zwei Eltern einer jeden Gruppe besteht. Der Elternbeirat nimmt eine wichtige Aufgabe im Kindergarten ein, unterstützt er doch wesentlich die Arbeit der Erzieherinnen bei Veranstaltungen jeglicher Art.