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Wir führen eine Liste mit freien Gewerbeflächen. Wenn Ihre Fläche in diese Liste aufgenommen werden soll, teilen Sie uns bitte die Angaben zur Fläche, insbesondere Größe, Lage, Ausstattung und Preis mit. Ebenfalls bitten wir Sie, einen Ansprechpartner mit Telefonnummer, Fax etc. zu benennen und die Einverständniserklärung auszufüllen, damit wir Ihre Daten veröffentlichen können.

Zuständiger Ansprechpartner ist:

Herr Henkel
Tel. +49 (0) 6657 987-515
Fax +49 (0)6657 987-519
E-Mail: karl-otto.henkel@hofbieber.de

Geschichtliche Entwicklung

Inmitten einer herrlichen Landschaft liegt in der westlichen Kuppenrhön die Gemeinde Hofbieber.
Sie besteht aus den Ortsteilen Hofbieber, Allmus, Danzwiesen, Elters mit Steens, Kleinsassen mit Schackau, Langenberg, Langenbieber, Mahlerts, Niederbieber, Obergruben, Obernüst, Rödergrund/Egelmes, Schwarzbach, Traisbach, Wiesen und Wittges. Der Gemeindebezirk umfasst eine Fläche von über 87 km². In diesem Raum leben ca. 6.000 Einwohner. Hofbieber ist zusammen mit Langenbieber Kleinzentrum und zentraler Fremdenverkehrsort. Der Ortsteil Hofbieber ist als Luftkurort, die Ortsteile Langenbieber und Schwarzbach sind als Erholungsorte ausgewiesen.
Die zur Gemeinde gehörenden Dörfer sind seit Jahrhunderten auf die Landwirtschaft ausgerichtet. Noch heute hat dieser Produktionszweig eine starke Bedeutung. Allerdings hat durch den immer stärker werdenden Strukturwandel der hiesige Raum seine ursprüngliche Funktion, nahezu ausschließlich landwirtschaftlicher Produktions- und Lebensraum zu sein, zum erheblichen Teil verloren. Nur noch wenige Landwirte betreiben im Vollerwerb ihre Betriebe. Gleichzeitig wurde die Zahl der sogenannten Feierabendlandwirte, die tagsüber ihrem Beruf in der nahen Kreisstadt Fulda oder in anderen Gemeinden des Kreises nachgehen und abends ihre kleine Landwirtschaft versorgen, größer. Die Gemeinde Hofbieber ist, gemessen an der Finanzkraft, eine der ärmsten Gemeinden im Landkreis Fulda. Trotzdem haben sich die einzelnen Ortsteile zu attraktiven Wohngemeinden entwickelt. Das ausgewogene Verhältnis zwischen Jung und Alt beweist, dass von den Bewohnern der Gemeinde die Lebensqualitäten des hiesigen Raumes recht hoch eingeschätzt werden. Es zeigt auch, dass die Menschen die innere Verbindung zu ihrem durch Jahrhunderte organisch gewachsenen Dorf nur ungern lösen. Dieser Aufgabe versucht die Gemeinde seit Jahren durch Bereitstellung von Bauplätzen in erster Linie für Bauwillige aus der Gemeinde Rechnung zu tragen. Dabei wird Wert darauf gelegt, dass die Größe der auszuweisenden Baugebiete nicht zu einer schleichenden Verstädterung der Orte führt, sondern dass der dörfliche Charakter im wesentlichen erhalten bleibt.

Bei allen Bestrebungen der Gemeinde und privater Bauherren, soviel wie möglich vom alten Bestand der Gemeinden zu erhalten und zu bewahren, ließ es sich nicht vermeiden, dass sich das Bild der Ortschaften der Gemeinde teilweise erheblich verändert hat. Manche Ortsansichten haben sich von Grund auf gewandelt. Diese Veränderungen hatten jedoch in der Regel Strukturverbesserungen zur Folge, die zur Attraktivität der einzelnen Ortsteile erheblich beitragen. Das Vorhandensein von Banken und Sparkassen, von Grund-, Haupt- und Realschulen, von Kindergärten und einer gesicherten ärztlichen Versorgung wird in der Gemeinde Hofbieber für selbstverständlich gehalten.
In einem Teil der Ortsteile sind Spiel- und Sportplätze vorhanden. Unterhalb des Schlosses Bieberstein ist ein herrlich in die Landschaft eingebettetes Schwimmbad gelegen. Im Ortsteil Hofbieber stehen neben einem 18-Loch-Golfplatz und Tennisplätzen weitere Freizeiteinrichtungen zur Verfügung. Den kulturellen Belangen innerhalb der Gemeinde kommt ein sehr reges Vereinsleben zugute. Dörfliche Kultur wird vorrangig von den Vereinen getragen. Zu nennen sind hier vor allem Musik- und Gesangvereine, Karnevalsverein, Theatergruppen, Sportvereine, die Feuerwehren und die Wandervereine. Die Heimatverbundenheit der Bewohner der Gemeinde findet ihren Ausdruck in den teilweise Jahrhunderte lang überlieferten Sitten und Bräuchen, die in der Gemeinde fortleben. Aber auch die Gemeinde trägt mit ihrem Kulturprogramm und dem Jugendförderprogramm mit dazu bei, dass sich Bürger und Gäste in unserer Gemeinde wohl und zu Hause fühlen.

Historie

Die ersten im Bereich der Gemeinde Hofbieber nachweisbaren Spuren einer Besiedelung stammen aus der Bronzezeit. Zahlreiche Gräber in den Gemarkungen der Gemeinde sowie ein Ringwall auf der Milseburg sind Zeugen davon, dass keltische Stämme hier angesiedelt waren. Auch war die Gegend nachweisbar schon bewohnt, als der Hl. Bonifatius im nahen Fulda sein Kloster gründete. Jedenfalls scheint es erwiesen, dass der Haune- und Biebergrund die am frühesten besiedelten Flusstäler des Kreises Fulda waren. Die Siedler kamen aus Unterfranken und Thüringen und brachten von hier seit der Mitte des 7. Jahrhunderts auch den christlichen Glauben mit, den sie oder ihre Eltern von irisch-schottischen Mönchsmissionaren empfangen hatten. Zu den frühen christlichen Niederlassungen gehörte auch Hofbieber. Wahrscheinlich war es eine etwa im 7. Jahrhundert von Niederbieber aus angelegte Siedlung. Der Name dieser Siedlung war "Bieberaha".

Erstmals schriftlich erwähnt ist dieses " Bieberaha" am 10. September 825 in einer Schenkungsurkunde des Egilmar und Meginhold, den "Gründern von Egelmes", die damals dem Fuldaer Kloster einen "an einen Neubruch des HI. Bonifatius anstoßenden" Neubruch in dem Dorf Bieberaha übereigneten. Aus dieser Zeit hat auch die enge Verbindung des hiesigen Raumes zu Fulda und seinem Kloster ihren Ursprung. Einen Einblick, wie die im hiesigen Raum lebenden Vorfahren beschaffen waren, vermittelt ein Eintrag in der Kirchenchronik von Hofbieber, in der über den Fund einer großen Anzahl von Totengebeinen anlässlich des Kirchenneubaues in Hofbieber berichtet wird. Es heißt dort: "Zu bemerken sei auch, dass manche der gefundenen Schädel ungewöhnlich groß waren, ebenso die Arm- und Beinknochen. Dieses, wie die Länge der Wirbelsäule und die Stärke des Brustkorbes und der Beckenknochen lassen darauf schließen, dass früher sehr große und starke Menschen hier gelebt haben. Die Schädel hatten meist noch ein unversehrtes glänzendes Gebiss und grinsten einen an." Die Schlussfolgerungen aus dieser Eintragung mögen dem Leser selbst überlassen bleiben.

Der Ortsteil Hofbieber ist der Kernort der im Jahre 1972 im Rahmen der Gebietsreform neu geschaffenen Gemeinden gleichen Namens. Schon in früheren Jahrhunderten hat der Kernort eine bedeutsame Stellung eingenommen als Sitz eines Gerichts. Es befand sich hier ein Centgericht. Bei diesem wurde die höhere Gerichtsbarkeit ausgeübt. Es hatte also den Blutbann und das Recht über Hals und Haupt. Das Gericht wurde unter freiem Himmel gehalten "uf dem Berge, by neben dem Dorff". Es war ein Platz oberhalb des Dorfes Hofbieber, welcher jetzt noch in der Flurkarte "Die Cent" heißt. Dort soll ein steinerner Tisch gestanden haben, umgeben von Steinbänken. Etwas weiter nach Osten hin ist der "Galgenküppel" und daneben der "Galgenacker". Es ist merkwürdig, dass sich auf einer zweiten Anhöhe bei Hofbieber, auf dem westlich davon gelegenen Hofberge, ebenfalls ein "Galgenberg" und ein "Galgenacker" befinden. Unsere Vorfahren haben nicht ohne besondere Absicht den Galgen auf Anhöhen errichtet, wo er weithin gesehen werden konnte. Außer dem Centgericht wurden die Dorfgerichte in Hofbieber abgehalten und zwar unter der Dorflinde. In Hofbieber stand eine Linde auf dem freien Platz zwischen Pfarrhaus, Wirtshaus und den gegenüberliegenden Höfen, welcher noch heute der "Lindenplatz" heißt. Zu den Vorrechten, welche Hofbieber als Hauptort des Gerichtsbezirkes besaß, erhielt es noch ein eigentümliches Privilegium: Es war die Konzession des Weinschankes im gesamten Amtsbezirk. Der Abt von Fulda als Landesherr hatte dem Wirt zu Hofbieber diese Konzession für das gesamte Amt Bieberstein erteilt und ihm für bestimmte Festlichkeiten, wie "Kirmes", "hochzeitliche Ehrenzechen", "Taufweihen- und Kaufzechen", das ausschließliche Recht verliehen, Wein zu zapfen. dass es wegen dieses Privilegs häufig zu Streitigkeiten zwischen dem Wirt von Hofbieber und den Wirten der umliegenden Orte kam, verwundert nicht, wenn man hört, dass sogar das Quantum, das jeder trinken sollte, geregelt war.

Einer der schönsten Punkte der Rhön ist ohne Zweifel der Bieberstein. Die günstige Lage Biebersteins lässt vermuten, dass sich die Menschen hier schon in der Frühzeit eine Siedlung oder wenigstens eine Zufluchtstätte geschaffen haben. Im Mittelalter war es Abt Marquard (1150 - 1165), der die Bedeutung Biebersteins als militärischen Stützpunkt erkannte. Er errichtete daher die Burg um das Jahr 1150 als eine der ersten befestigten Anlagen des Fuldaer Klosters. Die von Abt Marquard errichtete Burg scheint nicht sehr solide gebaut gewesen zu sein, denn schon vor der Mitte des 13. Jahrhunderts ist sie stark beschädigt und teilweise zerfallen. Abt Heinrich der IV. ließ im Jahre 1250 die Burg Bieberstein wiederherstellen und mit starken Mauern und Gräben umgeben. Im 14. und 15. Jahrhundert hat die Burg Bieberstein häufig ihren Besitzer gewechselt. Ab 1486 bis zur Säkularisation 1802 blieb Bieberstein jedoch ununterbrochen im Besitz der Fürstäbte von Fulda. Bieberstein war nicht nur eine befestigte Burg, sondern wahrscheinlich schon seit Ende des 13. Jahrhunderts Sitz der Amts- und Gerichtsverwaltung für die umliegenden Ortschaften. Die Bauern der Umgegend schauten mit gemischten Gefühlen zu der Burg hinauf. Ungerufen ließen sie sich nicht dort sehen, denn häufig genug mussten sie den Berg ersteigen, um ihre Abgaben abzuliefern oder um den schuldigen Frondienst zu leisten.

Etwa um das Jahr 1710 wurde die alte Burg unter Fürstabt Adalbert von Schleiffras abgerissen und mit den Vorarbeiten für den Neubau begonnen. Die Fertigstellung des Schlosses zog sich bis zum Jahr 1723 hin. 1718 - 1720 wurde ein 57 m tiefer Ziehbrunnen gegraben. Bis dahin hatten die Bauern in Fronarbeit das Wasser den Berg hinauffahren müssen. Die Säkularisation 1802 brachte auch dem Bieberstein wichtige Veränderungen. Das Inventar wurde zum Teil versteigert oder von den Franzosen verschleppt. Anschließend hatte das Schloss häufig wechselnde weltliche Besitzer.

Das Amt Bieberstein wurde 1822 endgültig aufgelöst, nachdem es schon 1815 die östlichen Ortschaften an Bayern verloren hatte. Da auch die ehemals ebersteinischen Dörfer an Bayern kamen, verlief von 1815 bis 1866 die Landesgrenze nur wenige hundert Meter vom Schlossberg entfernt. Im Jahre 1904 kaufte Hermann Lietz Schloss Bieberstein und baute es mit Hilfe von Handwerksmeistern und Schülern seiner Landerziehungsheime aus. Seit dieser Zeit dient es als Privatschule.

Die höchste Erhebung der Gemeinde Hofbieber mit 835 Metern ist die Milseburg. Ein seltsamer Reiz geht von diesem sargförmigen Basaltkegel aus, den Alexander von Humbold als den schönsten Berg Deutschlands bezeichnete. Geschichten und Sagen ranken sich um diesen Berg, auf dessen Gipfel ein Kirchlein steht, das seit Jahrhunderten Ziel von Wallfahrern aus der gesamten Rhön ist. Vom Gipfel der Milseburg schaut ein Gipfelkreuz weit hinein ins Fuldaer Land. Am Fuße der Milseburg in der Nähe der Ortschaft Danzwiesen finden sich bis heute als Zeugen früher keltischer Besiedlung Reste eines Ringwalles.